Neubau einer Galeriewohnung in Berlin | 2010

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Galeriewohnung

Neubau einer Galeriewohnung in Berlin | 2010
Bauherr: privat | Projektteam: A. Seeger und T. Klooster (Task Architekten) | Lichtplanung: Konzeptlicht Berlin | Fotos: David Oliveira

Multifunktionsräume für die Nutzungen Arbeiten, Ausstellen, Veranstalten, Wohnen.
Die gegebene Grundrissfläche des Hauses setzt sich im Wesentlichen aus zwei Teilflächen zusammen: Einer dreieckigen und einer rechteckigen Fläche. Die Entscheidung für den Standort fiel rechtzeitig vor dem endgültigen Abschluss der Planungen für das Gebäude und dem Beginn der Bauarbeiten, sodass die Architekten für das gesamte Erdgeschoss Maßnahmen einplanen konnten, die über das Übliche eines Ausbaus weit hinausgehen. Mit zwei L-förmigen Wänden und einer geraden, sieben Meter langen Wandscheibe definieren die Architekten im Grundriss sieben annähernd gleich große Zonen. Freistehend in den Boden eingespannt sind die 3,25 Meter hohen Betonwände nicht mit der Decke und ihrer Technik des 4,20 Meter hohen Geschosses verbunden. Für die dreieckige Teilfläche hinter der sieben Meter langen Wandscheibe, entwickelten die Architekten nach dem Haus-im-Haus-Prinzip eine Box für das Bad und das Gäste-WC. Hohe Regale zu beiden Seiten der schmalen Gasse zwischen Box und Außenwand bilden die Bibliothek. Die alkovenartig ausgebildete kurze Seite der Box ist der einzige Bereich mit einer Deckenhöhe von 2,40 Metern. Über die rückwärtige Glasfront mit fünf Türen betritt man die Terrasse zum Hof.
Das Ergebnis ist eine auf maximale Ambivalenz und Interpretierbarkeit angelegte Architektur auf einer letztlich ungeteilten Fläche für die von den Bauherren entwickelte Formel: privat = öffentlich = arbeiten = wohnen = essen = schlafen = ausstellen = performen = vorführen = vortragen …